Fiat Chrysler startet Vorserienfertigung des Fiat 500 BEV
Fiat Chrysler hat in seinem Werk Mirafiori in Turin die Produktionslinien für die Elektro-Version des Fiat 500 fertiggestellt und mit der Herstellung der Vorserie begonnen. Ebenfalls angelaufen ist die Produktion der Hybrid-Version des Maserati Ghibli.
Der Marktstart des Fiat 500 als rein elektrische Version ist bekanntlich für Juni geplant. Zur Errichtung der entsprechenden Produktionslinie hat Fiat Chrysler laut einem früheren Bericht von Reuters rund 700 Millionen Euro in die Hand genommen. Mir ihr soll die Fertigung von zunächst jährlich 80.000 Einheiten des elektrischen 500ers möglich sein. Die Präsentation des Fiat 500 mit rein elektrischen Antrieb ist für den Genfer Autosalon 2020 angekündigt. Die Investition in den vollelektrischen Fiat 500 ist Teil einer Gesamtinvestition von fünf Milliarden Euro, die Fiat Chrysler bis 2021 in seine italienischen Werke stecken will.
Derweil meldet der italienisch-amerikanische Autobauer, dass inzwischen wie geplant die Produktion der Hybrid-Version des Maserati Ghibli angelaufen ist. Maserati hat erst vor wenigen Tagen Details zu seiner Elektrifizierungsstrategie publik gemacht. Demnach werden hybride und rein Batterie-elektrische Antriebe in alle neuen Maserati-Modelle Einzug halten. Zudem werden alle neuen Modelle vollständig in Italien entwickelt und gebaut. Bereits zuvor bekannt war, dass mit dem GranTurismo und dem GranCabrio 2021 die ersten rein elektrischen Maserati-Modelle in Turin gefertigt werden. Die Investition in die Fertigung dieses Duos hat laut FCA inzwischen begonnen.
Auch fließt nach neuen Angaben bereits Geld für das in Turin geplante Batterie-Montagezentrum. Der sogenannte „Battery Hub“ wird dem Konzern zufolge zusätzlich über ein Technologiezentrum und eine Prototypenentwicklung verfügen. Das zeigt: Das Werk Mirafiori soll in der Strategie des Konzerns Dreh- und Angelpunkt für die Elektrifizierung und Mobilität der Zukunft werden. Vor diesem Hintergrund verkündet FCA jetzt auch mehrere „Nachhaltigkeitsprojekte“ rund um die Produktionsstätte. So strebt das Unternehmen an, auf dem Gelände eine große Photovoltaik-Anlage sowie 850 Ladepunkte zu errichten, davon 750 auf den Parkplätzen der Mitarbeiter. Während die Photovoltaik-Anlage in Kooperation mit der Firma Edison installiert wird, setzt FCA bei der Ladeinfrastruktur-Offensive auf eine Zusammenarbeit mit Energiekonzern Engie.
„Die heute angekündigten, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Projekte sowie die bereits erreichten operativen Meilensteine zeigen, dass FCA seine Aktivitäten (…) weiter verstärkt“, äußert Pietro Gorlier, Chief Operating Officer für Europa, den Mittleren Osten und Afrika. „Angesichts einer Reihe von neuen Produkteinführungen und besagten Elektrifizierungs-Projekten wird 2020 ein unglaublich wichtiges Jahr für die Zukunft der Gruppe sein.“ Apropos innovative Elektrifizierungs-Projekte: Bereits vor einigen Monaten hatte Fiat Chrysler angekündigt, mit einer Flotte von 600 bis 700 Elektroautos Vehicle-to-Grid-Technologie zu testen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnete der Autobauer im September mit dem italienischen Energieversorger Terna.
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