Neue Großpresse im VW-Werk Zwickau
Mit einer neuen Großpresse will Volkswagen im Zwickauer Werk künftig nahezu alle Karosserieteile für seine E-Autos selbst fertigen. Die Erweiterung des Presswerks ist Teil des Umbaus zur E-Auto-Fabrik.
In dieser Woche wurde Medienberichten zufolge der erste von fünf Pressköpfen geliefert. Aufgebaut wird das 125 Tonnen schwere Bauteil in einer neu gebauten Halle, mit der das Presswerk in Zwickau erweitert wurde. Wenn die Anlage steht, sollen ab Sommer 2021 zusätzlich 8.000 Karosserieteile pro Tag in der neuen Presse produziert werden.
Der Aufbau aller Pressköpfe und Anlagen soll bis Februar 2021 dauern, dann ist bis Sommer ein Testbetrieb geplant. Alleine für die 90 Meter lange Presse hat VW rund 26 Millionen Euro investiert. Insgesamt sind für die Erweiterung des Presswerks 78 Millionen Euro eingeplant.
Meilenstein im #VW #Werk #Zwickau: Mit der neuen Presse im XL-Format können wir künftig fast alle Karosserieteile für unsere #Elektroautos selbst fertigen. Vorteil: CO2 wird eingespart. Heute wurden riesige Pressenköpfe angeliefert. Ab Sommer 2021 geht's los! #VWID3 #emobility pic.twitter.com/ORDUeaRy1Z
— vwsachsen_de (@vwsachsen_de) May 26, 2020
Bei den aktuellen Produktionsraten wäre die Investition in das Karosserie-Presswerk wohl nicht notwendig gewesen: Derzeit werden in Zwickau täglich 150 E-Autos in zwei Schichten gebaut, ab Juni soll die Produktion auf 225 Stück und Drei-Schicht-Betrieb hochgefahren werden – alles noch wegen der Corona-Pandemie gebremst.
Ab Sommer 2021 strebt Volkswagen in Zwickau die Produktion von 1.500 E-Autos pro Tag an. Neben dem VW ID.3 sollen künftig auch die MEB-Geschwister Audi Q4 e-tron und der Seat el-Born in Zwickau gebaut werden. Nur Škoda will seinen MEB-Stromer Enyaq in Mladá Boleslav bauen – auf einer Linie mit MQB-Modellen.
mdr.de, freiepresse.de
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