TomTom verbessert eMobility-Routenführung

Der Kartierungsspezialist TomTom hat seine Software-Suite für Elektrofahrzeuge unter anderem um verbesserte Reichweiten- und Routing-Funktionen sowie um Informationen zu Ladepunkten erweitert. Letzteres wird durch eine ausgeweitete Zusammenarbeit mit Hubject möglich.

Zunächst aber zur Navigationslösung: Die neue „TomTom EV Routing and Range“-Technologie werde im Laufe des Jahres für ausgewählte Elektrofahrzeuge von TomTom-Kunden aus der Automobilindustrie erstmals via Over-the-Air-Update verfügbar sein, wie das niederländische Unternehmen mitteilt. Um welche Modelle es sich dabei handelt, erwähnt TomTom nicht.

Im Zuge des OTA-Updates soll auch eine neue Version der Cloud-basierten „TomTom Navigation for Automotive“-Lösung eingeführt werden, welche die Routenführung weiter verbessern soll. Für die Reichweiten-Prognose nutzt TomTom Werte wie den aktuellen und den maximalen Batterieladestand, die Fahrgeschwindigkeit, die Straßenklasse und die Steigung sowie historische und Echtzeit-Verkehrsdaten.

Mit der aktuellen Version wollen die Niederländer solche Vorhersagen, die für die Routenplanung extrem wichtig sind, deutlich genauer treffen können. Gemeinsame Tests mit einem nicht genannten Automobilhersteller hätten ergeben, dass die Angaben zur Reichweite auf eine 180 Kilometer langen Fahrt nur im einstelligen Prozentbereich abgewichen wären – was laut TomTom eine Verbesserung gegenüber den aktuell gängigen Systemen sei.

„Für eine Zukunft mit sauberer Luft ist es wichtig, der eMobilität zum Durchbruch zu verhelfen“, sagt Antoine Saucier, Managing Director bei TomTom Automotive. „Das bedeutet für uns, dass wir die Hindernisse aus dem Weg räumen müssen, die Menschen davon abhalten, sich für Elektrofahrzeuge zu entscheiden, und dass wir einen 360 Grad-Ansatz beim Thema Elektrofahrzeuge verfolgen müssen, der uns vom Wettbewerb unterscheidet.“

Dabei geht es den Autofahrern nicht nur um eine möglichst korrekte Anzeige der noch möglichen Reichweite, sondern auch weitere, für Elektroautos wichtige Funktionen. Da die TomTom-Software tief in das Fahrzeug integriert wird, soll sie jetzt auch auf das Thermalmanagement der Batterie zugreifen können – und etwa vor einem Ladevorgang die Batterie optimal temperieren. Oder es geht schlicht darum, wie eine Ladesäule auf dem Weg gefunden werden kann. Bei dem „TomTom Long Distance EV Routing“ sollen daher automatisch optimierte Routen vorgeschlagen werden, die auf der Reichweite und dem Ladeverhalten des Fahrzeugs, der Verkehrssituation und Echtzeit-Informationen zu Ladepunkten basieren.

Um diese Echtzeit-Infos zu den Ladepunkten (also etwa, vorhandene Steckertypen, zur tatsächlichen Ladeleistung und Verfügbarkeit) zu verbessern, hat TomTom seine Kooperation mit Hubject ausgeweitet. Die Datenbank der Niederländer umfasst nach eigenen Angaben fast 450.000 Ladepunkte. An 175.000 dieser Ladepunkte stehen über die Hubject-Kooperation jetzt Informationen zu deren Verfügbarkeit bereit. Damit soll der Ladepunkt nur dann in die Route eingeplant werden, wenn er auch tatsächlich frei und funktionsfähig ist.
Quelle: Info per E-Mail, tomtom.com (neue Funktionen), tomtom.com (Hubject-Kooperation)

4 Kommentare

zu „TomTom verbessert eMobility-Routenführung“
StromSchleuder
19.05.2021 um 12:36
Welche Autohersteller sind das denn? OTA können ja nicht viele.
Axel P.
20.05.2021 um 10:50
Ich neme mal an, daß Renault mit dabei ist. Deren Navigation stammt meines Wissens von Tomtom.
Gerhard
24.01.2022 um 16:33
Ich denke auch KIA und Hyundai.
C.Frey
07.12.2023 um 23:20
Ich besitze einen opel Mokka E Ultimate welcher mit Tomtom läuft. Es wäre absolut gut, wenn dieser endlich das Update erhalten würde. Gibt es etwas, wo dagegen spricht?

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Lesen Sie auch